Tee-Tabletten namens TeaBlobs – sowas wie Matcha?

Tee-Tabletten namens TeaBlobs sind als Alternative zu Teebeuteln, Teekonzentrat in Kapseln und losem Tee angetreten. Aber ist das wirklich so unkompliziert? Funktioniert das? Und wie schmeckt das? Das wollte ich natürlich genauer wissen.

Zum Test habe ich eine Packung TeaBlobs China Sencha Bio (Grüntee) erhalten. Also mache ich die Probe aufs Exempel.

Was sind TeaBlobs eigentlich?

Die Erfinder schreiben dazu: „TeaBlobs ist hochwertiger, ganzblättriger Bio-Tee, der fein vermahlen und zu Tee-Tabletten gepresst wird. Wirft man einen TeaBlob in kochendes Wasser, entsteht in Sekundenschnelle ein naturtrüber Tee, der genussbereit ist, sobald sich ein Bodensatz abgesetzt hat.“

Die Tee-Tabletten namens "TeaBlobs" sind gepresster Bio-Tee.
Die Tee-Tabletten namens „TeaBlobs“ sind gepresster Bio-Tee.

Mein erster Eindruck von den Tee-Tabletten

Meine laienhafte Vorstellung von den TeaBlobs war, dass – ähnlich wie beim japanischen Matcha – das ganze Teeblatt vermahlen und zu Tabs gepresst wird. Im Prinzip ist das auch so. Aber anders als beim Matcha, bei reinem Teepulver oder Extrakten und Konzentraten sind in den TeaBlobs auch Füllstoffe enthalten.

Insbesondere handelt es sich um Kartoffelfaser und Gummi arabicum. Grüner Tee ist „nur“ zu 80 Prozent in den Tabs vorhanden. Anders lässt sich die Tablettenform wohl nicht herstellen. Aber immerhin ist alles in Bioqualität und der entstehende „Bodensatz“ kann mitgetrunken werden.

Über die Zusatzstoffe ist in den FAQ folgendes zu lesen: „Damit wir ohne chemische Zusatzstoffe auskommen, haben wir mit der Akazienfaser (Gummi Arabicum) und der Kartoffelfaser natürliche Bio-Zutaten gefunden, um den Tee in Form zu bringen und zu halten, bis sie mit Wasser in Berührung kommen.“

Duft, Geschmack und Zubereitung

Aus dem kleinen Papp-Röhrchen dringt nach dem Öffnen ein leichter, angenehmer Grüntee-Geruch.

Nach dem Aufgießen mit heißem Wasser und mehrmaligem Umrühren löst sich die kleine Tee-Tablette in kurzer Zeit komplett auf. Der Tee ist trüb, die Schwebstoffe setzen sich langsam am Boden des Teeglases ab. Der Tee an sich bleibt aber trüb.

Geschmacklich erinnert mich dieser Tee dann doch ein wenig an Matcha. Es handelt sich ja auch um vermahlene Grüntee-Blätter. Wobei echter Matcha pures Teeblatt-Pulver und ein ganz eigenes Geschmacks-Erlebnis ist.

Wer einen leichten, blumigen, klaren Grüntee bevorzugt, wird vermutlich nicht ganz so glücklich sein. Wer aber die Inhaltsstoffe des Teeblatts ganz nutzen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu.

Statt eine Teekapsel  mit Tee-Kenzentrat zu verwenden und Verpackungsmüll zu produzieren, kann man mit einem TeaBlob das ganze Tee-Blatt genießen.

Die Zubereitung ist einfach

TeaBlob in die Teetasse oder das Teeglas, heißes Wasser drauf und umrühren. Es geht aber auch andersrum: Erst 200 ml heißes Wasser einfüllen und dann den TeaBlob hineingeben. Von dem Geräusch, das dabei entsteht, stammt auch der Name „Blob“.

Nach dem Aufgießen solltest du noch etwas warten, bis sich die Schwebstoffe abgesetzt haben und der Tee auf Trinktemperatur abgekühlt ist. Wer einen intensiveren Geschmack möchte, rührt vor dem Trinken die Schwebstoffe nochmals auf und trinkt sie mit.

Mein Tipp: Probier es auch mal mit kaltem Wasser. Du musst zwar etwas länger warten, bis sich die Tee-Tablette aufgelöst hat, aber so bekommst du einen prima „Eistee“. Und für alle, die gerne mit Tee kochen: Du kannst natürlich auch einen TeaBlob zum Kochen verwenden, statt erst ein Konzentrat aus Tee herzustellen.

Tee-Tabletten – meine Meinung und Fazit

Die TeaBlobs sind kein so „purer“ Tee, wie ich es mir wünsche. 80 Prozent Tee-Anteil, also 20 Prozent Füllstoffe und Bindemittel aus Kartoffelfaser und Gummi arabicum.

Ohne diese Zutaten würde aus dem gemahlenen Teepulver kein solcher Pressling. Aber ich wünsche mir reinen Tee in der Tasse. Den bekomme ich so leider nicht.

Einen schnellen, unkomplizierten Teegenuss zu ermöglichen – das funktioniert wohl. TeaBlob in die Tasse, kochendes Wasser drauf, umrühren – fertig ist der Tee. Kein Teebeutel, keine Extra-Kanne, kein Kapselgehäuse – praktisch fürs Büro mit Wasserkoche oder Heißwasserspender. Umweltfreundliche Verpackung, Zutaten in Bio-Qualität – das sind weitere Pluspunkte.

Mir persönlich fehlt aber hier das, was für mich den Teegenuss (auch) ausmacht: Die kleinen „Zeremonie“, das „Abschalten“ beim Zubereiten des Tees, der Duft des trockenen und des feuchten Blattes. Wie schön ist es, die Teeblätter vorher und nachher zu sehen und ihren Duft einzuatmen.

Geschmacklich ist der Bio Sencha angenehm und erinnert ein wenig an Matcha. Eine interessante Idee und eine Zubereitungsart, die sicher ihre Kunden finden wird. Daher wünsche ich dem jungen Unternehmen viel Erfolg mit den TeaBlobs!

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