Fragen an Teefreunde: Henning Schmidt

Für den heutigen Teil meiner Interview-Reihe “Fragen an Teefreunde” konnte ich Henning Schmidt vom Hamburger Teespeicher gewinnen. Herr Schmidt und seine Frau betreiben neben einem sehr schönen Tee-Online-Shop auch Ladengeschäfte in Hamburg und veranstalten regelmäßig Tee-Verkostungen im Speicherstadtmuseum in Hamburg.

Henning Schmidt (Foto © Hamburger Teespeicher)
Henning Schmidt (Foto © Hamburger Teespeicher)

Herr Schmidt, bitte stellen Sie sich den Lesern kurz vor:

Ich bin Teataster beim Hamburger Teespeicher, einer Firma, die sich vor gut acht Jahren dem guten Tee verschrieben hat.

Meine Leidenschaft wurde mir aber bereits in die Wiege gelegt, komme ich doch aus einer Teefamilie und bin beruflich seit 20 Jahren auf dem Teeweg.

Welche Bedeutung hat Tee in Ihrem Leben? Welche Beziehung haben Sie zum Tee?

Tee ist mein Lebenselixier, sowohl als Alltagsgetränk als auch für besondere Mußestunden.

Was ist für Sie das Besondere am Tee?

Die unglaubliche Vielfalt an Geschmacksnuancen, so dass man immer wieder Neues entdecken kann.

Wann hatten Sie den ersten Kontakt zum Tee und welcher Tee war das?

Das ist laaange her (siehe oben), dürfte aber wohl ein afrikanischer Schwarztee mit Milch und Zucker gewesen sein.

Was hat sich seitdem in Ihrem Verhältnis zum Tee geändert?

Ich lasse jetzt Milch und Zucker weg. 😉

Und im Ernst: Je mehr ich über Tee lerne, desto deutlicher wird mir, dass ich in Bezug auf die unglaubliche Geschichte und Vielfalt nichts weiß.

Was war Ihr schönstes Tee-Erlebnis?

Ist nicht nur ein kurzes Erlebnis, sondern währt schon einige Jahre: Mein Frau teilt meine Teeleidenschaft.

Was ist Ihr Lieblings-Tee, was ist das Besondere daran und wie bereiten Sie ihn zu?

Das hängt von meiner Tageslaune ab, am häufigsten greife ich aber wohl zu den japanischen Shinchas.

Wann und wo trinken Sie am liebsten Tee?

Am Sonntag morgen in aller Ruhe zuhause beim Frühstück – einer der wenigen ruhigen Momente in der Woche.

Welches ist Ihr liebstes Tee-Zubehör?

Für Tees, die keine speziellen Kannen erfordern, die mono filio-Kanne. Ich betrachte gerne die Teeblätter und die Teefarbe, so dass ich Glas als Material gerne habe. Außerdem ist das große Sieb natürlich unglaublich praktisch.

Was ist Ihr Lieblingsbuch zum bzw. über Tee? Welche Musik passt für Sie zu einer schönen Teestunde?

All the Tea in China – es hat seine Schwächen, aber da es mein erstes Teebuch war, hängt mein Herz daran. Eine Lieblingsmusik habe ich nicht, da ich meinen Tee lieber in aller Stille genieße.

Was ist Ihr Lieblings-Zitat zum Thema Tee?

Kein Zitat sondern ein Sprichwort: “Abwarten und Teetrinken”. Das ist vielleicht nicht so kreativ, hat sich aber schon in vielen Lebenslagen bewährt.

Wen würden Sie gerne einmal zum Tee einladen und welchen Tee würden Sie servieren?

Helmut Schmidt. Er trinkt zwar nur selten Tee, dürfte aber ein interessanter Gesprächspartner sein.

Vielen Dank für das Interview, Herr Schmidt!