Tea Cultures of Europe: Heritage and Hospitality

Im Verlag De Gruyter ist bereits 2024 ein Buch erschienen, das sich mit den Teekulturen Europas befasst. Sein Titel lautet „Tea Cultures of Europe: Heritage and Hospitality”. Herausgegeben wurde es von Hartwig Bohne. Über 50 Autoren haben zu diesem Buch beigetragen.

Das Buch ist der Gewinner des Gourmand World Cookbook Award 2024 in der Kategorie Tee. Die Zielgruppen für dieses Buch definiert der Verlag folgendermaßen: Forscher, Branchenpraktiker, Studenten der Bereiche Gastgewerbe, Tourismus, Gastronomie und Management sowie Teeliebhaber.

Da ich mich zu letztgenannter Kategorie zähle, ist es an der Zeit, einen Blick in das Buch zu werfen.

Das Buch und sein Inhalt

Auf über 500 Seiten im festen Einband ist jede Menge Information über die Teekultur in Europa versammelt. Fotos, Karten und Grafiken in Farbe und Schwarzweiß ergänzen die Informationen.

Der Aufbau ist eher wissenschaftlich gehalten und komplett auf Englisch. In der Liste der über 50 Beitragenden findet sich auch Martin Krieger, dessen Buch über die Geschichte des Tees ich bereits hier vorgestellt habe.

Tea Cultures of Europe: Heritage and Hospitality
Blick ins Buch: Die Texte werden durch Fotos und Grafiken ergänzt.

Über den Inhalt des Buchs schreibt der Verlag:

Tee hat für jeden Teetrinker eine ganz besondere Bedeutung. Vor allem aber steht Tee für Genuss, das Ritual der Zubereitung und die Wertschätzung des Augenblicks. In diesem Sinne schafft Tee Gastfreundschaft und Ruhe, er bringt Menschen zusammen, um miteinander zu reden und sich Zeit füreinander zu nehmen. Tee braucht Zeit, für Tee nimmt man sich Zeit.

In diesem bahnbrechenden Buch über die Gastfreundschaft der Teekultur lesen Sie von faszinierenden Teezeremonien, beeindruckendem Teegeschirr und gemütlichen Teehäusern sowie von verschiedenen nationalen und regionalen Teegewohnheiten in europäischen Ländern.

Fast 50 Beiträge bieten einzigartige Einblicke – von Samowars im Osten über Dresmer blau Porzellan in Deutschland und Tulpengläser in der Türkei und Umgebung bis hin zu silbernen Teekannen in Großbritannien und vielem mehr. Die ersten Teeplantagen in Portugal und Georgien werden ebenso thematisiert wie Tee in der Kunst, Teeveranstaltungen, exklusive Produkte mit Teegeschmack, Tee-Pairing und Impulse für Unternehmertum und Bildung.

„Tea Cultures of Europe“ richtet sich an Teeliebhaber, Pädagogen und Studenten sowie an Branchenexperten (Teesommeliers, Teemeister) und Unternehmer.

      • Erstes Buch über Teekultur und Gastfreundschaft in Europa.
      • Einblicke in Teezeremonien, nationale Traditionen, Teegeschirr und die Geschichte des Tees in Europa.
      • Eine einzigartige Kombination voller Wissen für Teeliebhaber, Pädagogen, Studenten und Praktiker.

Dem gibt es nicht viel hinzuzufügen.

Über den Herausgeber

Dr. Hartwig Bohne ist Professor für Internationales Hotelmanagement mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung im Gastgewerbe. Er konzentriert sich auf die europäische Teekultur, ist Gründer des „European Tea Culture Research Circle” und Vorsitzender der „Working Group of International Tea Tourism”.

Meine Meinung

Trotz des wissenschaftlich aufbereiteten und umfangreichen Inhalts, sind mir schon beim ersten Durchblättern ein paar Dinge aufgefallen, die ich nicht unerwähnt lassen möchte:

Im Index sind die Seitenangaben zu den aufgelisteten Stichwörtern anscheinend um ein bis zwei Seiten „verrutscht”. So muss man dann doch etwas mehr blättern, um das Gesuchte zu finden.

In den Texten werden einzelne Teefirmen wie z.B. Dallmayr, Demmers Teehaus, Teekanne und Twinings erwähnt. Mir fehlen aber Firmen wie die Teekampagne, Tee Gschwendner und Ronnefeldt, die in meinen Augen ebenfalls zur europäischen Teekultur gehören und im Sinne der Ausgewogenheit nicht unerwähnt bleiben sollten. Und die drei genannten sind nur Beispiele, da gäbe es sicher noch mehr (siehe auch meine Tee-Shop-Tipps).

Schön ist, dass auf Seite 340 unter anderem der Tschanara Teegarten in Odenthal-Scheuren erwähnt wird, der in Deutschland erfolgreich einige Kilogramm an Tee produziert.

Mein Fazit: Es gibt in diesem Buch für Teefreundinnen und Teefreunde auf jeden Fall viel rund um die europäische Teekultur zu entdecken. Da alles in englischer Sprache verfasst ist, solltest du zumindest gute Basiskenntnisse der englischen Sprache haben. Und bei einem Preis von rund 85 Euro ist „Tea Cultures of Europe” kein Buch, dass du dir mal nebenbei kaufst.

Bibliographische Angaben und Bestellmöglichkeit

Tea Cultures of Europe: Heritage and Hospitality, Herausgegeben von Hartwig Bohne, Verlag De Gruyter Brill, Erscheinungsjahr: 2024, 503 Seiten, fester Einband, ISBN 978-3-11-075842-9, Preis 84,95 Euro (nicht preisgebunden)

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