Wasserfilter von PearlCo in der Glas-Variante

Teetrinker freuen sich über weiches Wasser. Die Wasserfilter von PearlCo wollen genau das liefern. Denn je weniger Kalk im Wasser ist, desto weicher ist es. Und je weicher, desto weniger dunkle Beläge gibt es in Kanne und Tasse.

Auch der trübe Film auf dem Tee entsteht, wenn sich der Kalk und die Inhaltsstoffe des Tees verbinden. Letztlich verändert sich dadurch sogar der Geschmack. Auch Wasserkocher und Kessel verkalken weniger schnell, wenn du weiches Wasser nutzt.

Falls du nicht das Glück hast, in einer Gegend zu leben, in der weiches Trinkwasser aus der Leitung kommt, wirst du irgendwann nach Lösungen suchen. Du kannst Wasser in Flaschen kaufen, das wenig Calcium (Kalk) enthält. Das ist aber auf Dauer teuer, anstrengend und nicht gut für die Umwelt. Wer nicht eine teure Umkehrosmose-Anlage oder fest installierte Filtersysteme kaufen möchte, wird meist bei einem Tisch-Wasserfilter landen.

Für diese Systeme gibt es verschiedene Anbieter. Einer dieser Anbieter ist PearlCo. Ich habe netterweise ein Starterset in der Glas-Variante mit zwei Filterkartuschen zum Test erhalten.

PearlCo Wasserfilter in der Glas-Ausführung
PearlCo Wasserfilter in der Glas-Ausführung

Ich habe mir diesen Filter näher angeschaut, ihn ausprobiert und möchte dir meine Eindrücke schildern.

Lieferumfang und erster Eindruck zum PearlCo Wasserfilter

In meinem Paket waren neben dem Starterset „Tisch-Wasserfilter aus Glas“ mit einer Kartusche der Ausführung Classic noch eine zusätzliche Kartusche  in der Variante Protect+ für extra hartes Wasser enthalten. Neben einem Infoblatt war als kleine Aufmerksamkeit auch etwas Tee im Paket:

Was im Paket und dem Karton enthalten war, kannst du auf den folgenden Fotos sehen:

Und hier die Verpackung der Protect+-Kartusche im Detail:

Die Wasserfilter-Kanne und ihre Bestandteile

Der Glaseinsatz ist aus Borosilikatglas gefertigt. Griff und Halterung sind aus Kunststoff, ebenso Deckel und der Filtereinsatz, der die Filterkartusche aufnimmt. Der Glaseinsatz lässt sich mit ein wenig Geschick aus der Plastikhalterung lösen, was die Reinigung und das Abtrocknen vereinfacht. Alle Teile außer dem Deckel können auch im Geschirrspüler gereinigt werden.

Der Deckel im Detail ...
Der Deckel im Detail …

Im Deckel ist eine Einfüllöffnung mit Verschluss-Wippe die elektronische Filterwechsel-Anzeige und der Start-Knopf eingebaut. Die Filterwechsel-Anzeige leuchtet auf, wenn man Start-Knopf kurz drückt. Drückt man den Start-Knopf länger, rund 5 Sekunden, wird der 30-Tage-Zähler zurückgesetzt. Außerdem wird die LED-Anzeige beim Befüllen aktiviert, wenn die Einfüllwippe durch das Wasser nach unten gedrückt wird.

LED-Anzeige für den Filterwechsel

Die Filterwechsel-Anzeige leuchtet im normalen Betrieb blau. Wenn der Filterwechsel bald bevorsteht, leuchtet sie gelb. Sind 30 Tage vorbei, leuchtet die LED rot. Will man zwischendurch wissen, ob der Wechsel bald ansteht, muss man kurz die Start-Taste betätigen oder die Einfüllwippe nach unten drücken. Diese batteriebetriebene LED-Anzeige haben nur die Glas-Wasserfilter von PearlCo, alle anderen haben eine manuelle Wechselanzeige ohne Batterie.

Meiner Erfahrung nach halten die Batterien bis zu fünf Jahren, zumindest bei den LCD-Anzeigen der Brita-Filter. Eine solche Laufzeit bestätigte mir auch PearlCo auf Anfrage. Aber was passiert, wenn die Batterie leer ist? PearlCo bietet in seinem Online-Shop Ersatzteile an, so dass der Deckel neu bestellt werden kann – Kostenfaktor aktuell 7,79 Euro inkl. 16% MwSt. Bei 19% MwSt. werden es dann wohl 7,99 Euro sein.

Mitbewerber Brita bietet für seine LCD-Filterwechsel-Anzeige über den Kundenservice kostenlosen Ersatz an. Das wird zwar nicht prominent kommuniziert, klappt aber auch nach Jahren problemlos. Allerdings bekommst du nicht den ganzen Deckel, sondern nur das Zählwerk. Und es erfordert ein wenig Geschick, das LCD-Element aus seiner Halterung zu lösen, um das neue einsetzen zu können.

Wie macht es PearlCo? Auf Anfrage teilte mir der Hersteller mit, dass man Kundenanfragen aufgrund nicht mehr funktionierender Filterwechsel-Anzeige sehr kulant handhabe und in der Regel einen kostenfreien Ersatzdeckel zuschicke. Im Fall der Fälle lohnt es sich also, den Hersteller zu kontaktieren.

Standfestigkeit und Filter

Die Kanne steht rutschfest, da im Boden eine Art Silikonband eingelassen ist. Allerdings steht das mir gelieferte Modell leicht kippelnd auf dem Tisch. Der schmale Fuß lässt den Eindruck entstehen, dass die Kanne nicht ganz standfest ist – gerade wenn das zu filternde Wasser noch im oberen Kannenteil ist. Aber das wird sich im Gebrauch zeigen.

Die Filterkartusche für die Glas-Variante entspricht im Format den Classic-Kartuschen von Brita. Auch bei PearlCo müssen die Filterkartuschen dauerhaft in Kontakt mit Wasser sein, damit sie ihre Funktion nicht verlieren und vor Verkeimung geschützt sind. Das hat Brita mit den Maxtra-Modellen behoben. Auch bei PearlCo gibt es Filterkartuschen im einer ähnlichen Ausführung – allerdings sind diese leider nicht für die Glas-Ausführung passend.

Der PearlCo Wasserfilter und seine Inbetriebnahme

Wie bei Tischwasserfiltern üblich muss die Filterkartusche zunächst gewässert werden. Empfohlen werden von PearlCo fünf Minuten. Außerdem sollte die Filterkartusche vor dem Wässern geschüttelt werden. Durch das Schütteln wird das Filtergranulat gelockert, durch das Wässern wird es für die Filterfunktion „aufgeweckt“.

Jetzt folgen zunächst zwei Filterläufe, bei denen das gefilterte Wasser weggeschüttet wird. Mein Tipp: Nimm es zum Blumengießen. Erst der dritte Filterlauf liefert dann Wasser, dass genussbereit ist. Das Wasser läuft zügig durch den Filter, etwas schneller als ich es von meinem Brita-Maxtra-Filter kenne. Allerdings ist der Classic-Filter anders aufgebaut und hat vermutlich schon dadurch eine höhere Durchlauf-Geschwindigkeit.

Wichtig bei den Classic-Filtern ist, dass die Filterkartusche nach der Inbetriebnahme immer in Kontakt mit Wasser bleibt, die Kanne also immer gefüllt ist. Länger als ein bis zwei Tage solltest du das gefilterte Wasser nicht stehen lassen, sonst läufst du Gefahr, dass das Wasser oder der Filter verkeimen.

Aus diesem Grund sollte die Kanne auch nicht direkt in der Sonne stehen oder neben der Heizung. Wer möchte, kann die Kanne in den Kühlschrank stellen. Allerdings musst du dann zum Teekochen wieder mehr Energie einsetzen, weil du das eiskalte Wasser zum Kochen bringen musst. Daher suche ich mir lieber ein „schattiges Plätzchen“ in der Küche als Standort für die Filterkanne.

Handhabung des PearlCo Wasserfilters

Nachdem ich zunächst befürchtet hatte, dass der Wasserfilter gefüllt auf wackligen Beinen steht, hat sich das zum Glück nicht bewahrheitet. Die Kanne steht während des Filtervorgangs und nach dessen Ablauf sicher und rutschfest. Das Silikonband im Boden lässt die Kanne auf jedem Untergrund sanft aufsetzen, was ich sehr angenehm finde.

Trotz des Glaskörpers der Filterkanne ist sie auch in gefülltem Zustand nicht übermäßig schwer. Sie lässt sich gut mit einer Hand halten. Auch das Ausschenken funktioniert gut.

Beim Befüllen musste ich mich erst ein wenig umgewöhnen. Durch den Mechanismus der Einfüllöffnung kann es passieren, dass doch mal etwas Wasser nicht in der Kanne landet, sondern seitlich über den Deckel an der Kanne herunterläuft. Zwar entfällt das Deckel-Abnehmen und wieder Aufsetzen beim Befüllen der Kanne, was durchaus bequem ist, andererseits muss man beim Befüllen aufmerksamer sein.

Abhilfe bei „Verstopfung“

Nach rund einer Woche Nutzung fiel mir auf, dass das zu filternde Wasser nicht mehr so schnell durch den Filter lief. Es blieb über längere Zeit im oberen Behälter ein Wasserstand von drei bis vier Zentimetern, der gar nicht abzulaufen schien.

Als ich den oberen Behälter mit eingesetztem Filter aus der Kanne herausnahm, tröpfelte das Wasser nur sehr zögerlich unten heraus. Die Ursache ist vermutlich, dass das aufgequollene Granulat die Auslassöffnungen verschließt, weil es sich verklumpt hat.

Abhilfe: Ich habe das Wasser aus dem Einsatz weggeschüttet. Anschließend habe ich die Filterkartusche zusammen mit dem Kannen-Einsatz in alle Richtungen geschüttelt, bis ich hören konnte, dass das Granulat wieder gelockert ist. Das klingt dann ein wenig wie eine Rassel, so wie sich eine frische Kartusche vor dem Einsetzen anhört. Danach habe ich den Einsatz wieder in die Kanne gesteckt und neu mit Wasser befüllt. Jetzt lief es wieder gewohnt flott durch.

Filterleistung – mein subjektiver Eindruck

Die frisch eingelegte Filterkartusche macht in den ersten Tagen einen guten Eindruck. Sowohl ein Darjeeling als auch ein Assam zeigen keine Schlieren oder Ablagerungen im Teegeschirr. Auch im Wasserkocher sind keine Kalkablagerungen zu sehen. Beides sind Zeichen dafür, dass der Kalk gut herausgefiltert wird.

Interessant wird nun, ob die Kartusche ihre Filterleistung auch über den gesamten Zeitraum von 30 Tagen halten kann. Erfahrungsgemäß lässt die Filterleistung stetig nach. Aber das ist auch bei anderen Wasserfiltern mit dieser Filtertechnik so. Ich werde das im Auge behalten und hier zum Ende der Filterlaufzeit ein Update machen.

Mein Fazit zum Wasserfilter von PearlCo

Die Classic-Variante der Filterkartuschen gefällt mir nicht so gut wie aktuelle Kartuschen-Lösungen. Bei den Classic-Kartuschen muss ich immer darauf achten, dass die Kanne mit Wasser gefüllt ist. Scheinbar neigt das Granulat in dieser Kartuschen-Konstruktion auch zum Verklumpen, so dass es von Zeit zu Zeit gelockert werden muss.  Das ist bei den neueren Filterkartuschen im Stil der Brita maxtra aus meiner Sicht besser gelöst. Diese Kartuschenform gibt es auch bei PearlCo, allerdings bisher nur in Verbindung mit einem Kunststoff-Gehäuse.

Die Anzeige zum Wechsel der Filterkartusche gefällt mir bei den Modellen von Brita ebenfalls besser: Dank der LCD-Anzeige mit vier Balken sehe ich immer sofort, wie lange in etwa die Filterkartusche noch reichen wird. Bei PearlCo muss ich erst die LED aktivieren, habe aber „nur“ die drei Farbinformationen Blau, Gelb oder Rot – ohne einen Hinweis darauf, wann der Wechsel von Blau auf Gelb oder Rot in etwa erfolgen wird. Zudem muss der komplette Deckel getauscht werden, wenn die Batterie leer ist.

Was mir gut gefällt, ist die Glas-Kanne. Es ist einfach ein schönes Gefühl, das frisch gefilterte Wasser aus einem Glasbehälter auszuschenken. Wobei die Kunststoff-Varianten leichter und sicher genauso hygienisch sind. Aber es ist eben eine andere Haptik und Emotion. Das muss jeder für sich entscheiden.

Geschmacklich habe ich im Vergleich zum bisher verwendeten Brita-Filter  mit maxtra-Kartuschen keinen großen Unterschied ausmachen können. Das Wasser schmeckte subjektiv empfunden vielleicht einen Hauch bitterer, was daher rühren kann, dass bestimmte Mineralstoffe vom maxtra-Filter stärker ausgefiltert werden. Aber das war nur beim ersten Probieren im direkten Vergleich so. Beim Aufbrühen von Tee habe ich bisher keine Unterschiede zwischen den beiden Filtern ausmachen können.

Preislich sind die PearlCo-Filterkartuschen spürbar günstiger als die vergleichbaren „Originale“ von Brita. Wer also nach einer günstigeren Möglichkeit Ausschau hält, seine Brita-Filterkanne weiter zu benutzen, kann mit den PearlCo-Filterkartuschen einen Versuch wagen. Oder du kannst gleich einen kompletten Wasserfilter von PearlCo verwenden.

Bestellmöglichkeit und weitere Informationen

PearlCo Online-Shop
PearlCo FAQ – häufige Fragen und ihre Antworten